eine Fortsetzung zu unserem Beitrag „Die Idee des Salon-Collegs“:

Die Rückkehr echter Begegnungen

Intelligenz und Emotion kooperieren ständig mit den Signalen aus der Urzeit. Gegenwart, Zukunft und Vergangenheit stehen ständig im Kontakt zueinander. Wir alle besitzen in unsrem Kopf Energiequellen, die in ihrer Gleichwertigkeit geschätzt werden wollen.

Daher wäre es sehr gut, sich von der irrationalen Haltung, dass das Fühlen weniger wert ist als das Denken, zu verabschieden, um sich von der einseitigen und hälftigen Nutzung des Gehirnpotenzials zu entfernen.

Nur wer seine ausgewogenen Fähigkeiten beansprucht und mit seinen energien sinnvoll umgeht, bleibt leistungs- und bindungsfähig. Unsere angeborene Empathie, die uns schon im frühen Kindesalter mitgegeben wurde, verlangt eine Souveränität in allen Lebensbereichen.

Schimpansen sind nicht nur mit uns genetisch verwandt, sie ähneln uns auch im Verhalten. Sie leben in Gruppen, haben Freunde und benutzen Werkzeuge. In der afrikanischen Savanne leben auch heute noch Schimpansen, deren einzigartiges Verhalten, wenn man sie in natura erleben kann, zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

Man erfährt dabei sehr viel über ihr Wesen und ihr Verhalten. Sie besitzen eine bewundernswerte Intelligenz und viel Sinn für Moral, entwickeln einen angenehmen Ausdruck ihrer Körpersprache und sind sehr emotionalisiert. Ihre Sympathie zeigt sich im Wunsch, zu helfen und mitzufühlen. Hier spiegelt sich ihr eigenes Interesse, weil sie auch selber gut behandelt werden möchten. Primaten verfügen über ein sehr hohes, soziales Einfühlungsvermögen, dessen Entwicklung besonders auf die Anforderungen Ihres ausgeprägten, sozialen Lebens zurückzuführen ist.

Sie lernen schon sehr früh, wie sie überleben und zu funktionieren haben und wie sie Empathie gegenüber anderen Gruppenmitgliedern anwenden können. Sie sind begabt im Kommunizieren, tauschen sich mit ihren Artgenossen und auch den Menschen durch Mimik, Gestik und Vokallaute aus.Primaten können auch depressiv werden und unter sozialen Trennungen und sozialem Entzug leiden.

Diese Verhaltensweisen zeigen, dass Primaten mit einem hohen Maß an „soft skills“, Selbstbewusstsein und Sinn für Andere ausgestattet sind. Hier stellt sich doch für uns Menschen einmal die berechtigte Frage: Wie ähnlich ist der Primate dem Menschen, oder wie ähnlich ist ihm der Primate? Schon alleine die Tatsache, dass der Homo sapiens sich für die Bezeichnung Menschenaffe entschieden hat, legt nahe, dass er sich in der Körpersprache und im Verhalten des großen Primaten ein Stück weit sich selbst erkennt.

Selbstverständlich ist es richtig, er ist kein Vorfahre des Menschen, vielmehr gibt es gemeinsame Vorfahren des Primaten und Menschen.

Wäre es nicht für uns alle sinnvoll, gerade jetzt in dieser Zeit, den oft zugedeckten Urkern in uns wieder zum Leben zu erwecken?

Wäre das nicht ein Gewinn?

Der Urkern

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